Passivhaus “effi“ Recklinghausen, EFH

Passivhaus “effi“ Recklinghausen, EFH

Nach einer intensiven Planungsphase, der Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen und einem strengen Winter verblieben für die Bauzeit noch genau fünf Monate. Zum Geburtstag der Bauherrin musste das Haus fertig sein.

Nachdem der Keller aus Beton – weiße Wanne - erstellt war, wurde der inzwischen vom Zimmermann vorgefertigte Rohbau des Hauses einschließlich der Kellerdecke aus Holzelementen binnen drei Tagen aufgestellt. Das Richtfest war dann der Abschluss einer sonnigen und erfolgreichen Woche.

Für den Innenausbau verwendete der Bauherr ausschließlich die trockene Bauweise mit Gipsbaustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, wie Zellulose für die Dämmung der Außenwände, Holzflex für die Schalldämmung der Innenwände, Kalksplitt für den Trittschallschutz, Lehm - dieser allerdings in Nasstechnik brauchte den Terminplan etwas aus dem Gleichgewicht - für die Wandheizung und Kork für die Fußbodenbeläge.

„Das effi–Konzept umfasst vier Komponenten – Dämmen, Heizen, Lüften und Komfort“. Dabei bietet die Dämmung - die U-Werte der Bauteile liegen im Durchschnitt bei 0,10 W/m2K - in Kombination mit der Komfort-Lüftungsanlage eine so gute energetische Basis, dass die Räume selbst bei extremen Wintertagen ohne Sonneneinstrahlung nur minimal temperiert werden müssen. Die Raumluft wird bei diesem „effi–Konzept“ durch die im Erdreich unter dem Garten liegende Soleleitung und der Wärmerückgewinnung aus der Abluft erwärmt in die Wohnräume geführt. Da diese warme Luft - eine Nachheizung ist wegen der zu geringen Wärmekapazität der Luft nicht vorgesehen – nicht ausreicht, übernimmt die eine Wandheizung die individuelle Temperierung der Wohnräume.

Durch das Energiekonzept liegen die Heizkosten nur noch bei einem Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. In Kombination mit der Photovoltaik – Anlage, diese liefert mehr Strom als zum Betrieb der Hautechnischen Anlagen notwendig sind, wird dieses „effi–Hauskonzept“ zu einem EnergiePlus–Haus.

Nach dem strengen Winter zum Ende des Jahres 2010 kam der Speicher für die Aufbereitung des Heizung– und Warmwassers ohne zusätzliche Stromaufnahme–Heizstab – aus. Andere Kombinationen für das Energiekonzept sind im „effi–Konzept“ möglich und setzten eine ebenso sorgfältige Projektierung und Planung voraus. Auch für das „effi-Konzept“ gelten die Bedingungen für ein Passivhaus des Passivhausinstitutes in Darmstadt.

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