Gemeinsam Wohnen an der Waldstraße in Witten

Erster Preis bei Stätdtebauwettbewerb: Gemeinsam Wohnen in Witten

Bei einem städtebaulichen Wettbewerb in Witten konnte das Büro Leo Schwering in Zusammenarbeit mit dem Projektpartner Jens Quellmalz die Jury jetzt vom Konzept einer Ökosiedlung an der Waldstraße in Witten überzeugen. Der Vorschlag der beiden Architekturbüros belegte den ersten Platz und wird umgesetzt. Baubeginn ist voraussichtlich Ende 2012.

Städtebauliches Konzept
Das Grundstück liegt am Stadtrand Witten - Annen unmittelbar angrenzend an ein Naturschutzgebiet. Es ist dreiseitig von Wald umschlossen und öffnet sich zur Stadt in Richtung Westen. Das Grundstück wird z. Zt. als Sportplatz genutzt. Das Baufenster unter Berücksichtigung eines 30 m großen Sicherheitsabstandes misst ca. 42 x 80 m. Die Gesamtfläche des Grundstücks beträgt ca. 8.000 qm. Die hufeisenförmig angelegte Baustruktur mit seinen 2 – geschossigen Häusern wird im Osten durch die Waldkante räumlich abgeschlossen und bilden mit dem durch grünten Innenhof einen neuen Lebensraum.

Das Hauskonzept
Die Siedlung besteht aus 4 Einfamilienhäusern, 3 Doppelhäusern ein Mehrfamilienhaus mit 4 Wohneinheiten und eine einzelnen an das Mehrfamilienhaus angrenzenden Doppelhaushälfte. Mit einer Einliegerwohnung im Haus Nr. 3 wurden 16 Wohneinheiten realisiert. Die geringen Gebäudetiefen lassen eine optimale Belichtung aller Wohn – und Arbeitsräume zu. Eine natürliche Belichtung ist für dieses Grundstück unter Berücksichtigung der Nähe zur Waldkante einerseits und des Gebäudeabstandes zum Innenhof anderseits von besonderer Bedeutung.
Alle Häuser sind zweigeschossig, je mit einem Studio im Dachgeschoß angelegt. Das Dachgeschoss kann auch als Ausbaureserve genutzt werden. Allen Häusern und Wohnungen sind privaten Gärten im Süden und Westen zugeordnet. Die Doppelhäuser und das Mehrfamilienhaus verfügen über die Möglichkeit eine nach Nord-Westen ausgerichtete Dachterrassen auszubilden. Die Häuser sind nicht unterkellert. Die erhöhten Grenzabstände der Häuser untereinander von 7,00 m ermöglicht die Nutzung breiterer Garagen sowie Abstellräume und reduzieren zudem die Verschattung der Gebäude untereinander.

Energiekonzept
Die Energieversorgung erfolgt über eine gemeinsame Nahwärmestation. Als Energieträger werden Holzpellet eingesetzt. In den einzelnen Häusern wird ein Pufferspeicher für Heizung und Warmwasser installiert. Die Nahwärmestation kann im extern im Contracting oder im Eigenbetrieb geführt werden. Die Dachflächen der Häuser bleiben bei dieser Variante ausschließlich der solaren Nutzung zur Stromerzeugung vorbehalten. Der Plusenergie – Standard wird mit dem vorgeschlagenen zu 100 % regenerativen Heizkonzept und den Solaranlagen zur Stromerzeugung sowie dem kfw - Effizienzhaus – Standard 55 sicher erreicht. Der Betrieb der Häuser ist somit CO 2 - neutral möglich. Das Hauskonzept erfüllt bereits jetzt die Anforderungen der EU – Richtline für Neubauten im Jahr 2019. Danach ist für den Betrieb von Neubauten eine ausgegliche Primärenergie – Bilanz zu gewährleisten.

Projektpartner
baubiologie-und-architektur
Jens Quellmalz
www.baubiologie-und-architektur.de

(Veröffentlicht: 26. Oktober 2011)

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